Gedanken zum FollowFriday

Jeder Neuling bei Twitter wird schnell merken, dass es neben den herkömmlichen Tweets auch spezielle Tage gibt, bei denen die Twitter-Welt ein wenig anders funktioniert als sonst.

Da wäre zum Beispiel der MusicMonday zu nennen, der sich seit einiger Zeit etabliert hat und von vielen Usern genutzt wird um neue Musiktitel oder Interpreten zu entdecken. Ein typischer Ablauf ist einfach den eingestellten Links von anderen zu folgen und zu sehen wer einen ähnlichen Geschmack hat und dort dann in den Archiven zu stöbern. Meist wird auf Blip.fm oder Youtube verlinkt. Auch ich habe am #MusicMonday schon einige Zuckerstücke finden können.

Ein weiterer sehr spezieller Tag auf Twitter ist der Freitag. Wie von Zauberhand bekommt man auf einmal deutlich mehr Follower als an anderen Tagen – und das scheinbar, ohne etwas dafür tun zu müssen. Denn Freitags hat sich seit einiger Zeit der #FollowFriday etabliert, auf Deutsch könnte man Empfehlungs-Freitag sagen.

Was ist das Besondere am FollowFriday? Meist bedeutet dies zahlreiche Tweets, die als Inhalt einen oder mehrere Verlinkungen zu anderen Twitter-Profilen haben.

Meistens werden die Profile von Freunden oder Bekannten verlinkt, die man damit bei seinen anderen Followern empfiehlt. Dies kann aufgrund interessanter Inhalte oder auch bei Twitter-Neulingen passieren, oder einfach aus Sympathie. Wie man die Auswahl trifft liegt bei einem selbst.

Wer bereits sehr viele Follower hat, kann schon mal den Überblick verlieren oder befürchtet vielleicht, jemanden zu vernachlässigen. Wir empfehlen in diesem Fall, jede Woche einen thematischen FollowFriday durchzuführen. So kann man in einer Woche nur private Twitter-User empfehlen, in der nächsten die besten Blogs, dann vielleicht die besten CEOs oder eben ein anderes Thema, das einem am Herzen liegt.

Warum das Ganze ist eine berechtigte Frage an dieser Stelle. Nun, so leicht lässt sich dies nicht beantworten. Ein Blick auf die Anfänge dieser, ich möchte es mal Tradition nennen, soll Klarheit verschaffen.

Ausgedacht sich das Ganze am 16.01.2009 Micah Baldwin (@micah). Er wollte ursprünglich einfach nur User weiterempfehlen, denen er gerne folgt. Zunächst hatte sein erster Tweet dazu noch gar keinen Hashtag enthalten. Dieser wurde erst durch Mykl Roventine hinzugefügt, der sofort einen neuen Tweet an Micah verfasste. So nahm alles seinen Lauf, und bereits bei der Premiere wurden pro Sekunde bis zu zwei #followfriday-Tweets verschickt. Sieben Tage später tauchten die ersten fremdsprachigen FF-Tweets auf.

Eine genaue Chronologie der Ereignisse samt einer Statistik finden Sie auf dem Blog von Micah Baldwin

Ein paar Tools zum Umgang mit dem FollowFriday möchten wir Ihnen nachfolgend an die Hand geben.

Eine stets aktuelle FollowFriday-Hitparade finden Sie auf Tweehits. Dort können Sie sehen, wie oft jemand beim FollowFriday empfohlen wurde. Ihren eigenen Platz können Sie hier auch überprüfen.

Eine weitere ganz neu gestartete Seite nennt sich Topfollowfriday. Hier sehen Sie ebenfalls, wer wen wie oft empfohlen hat. Sie erkennen also auch, wer Ihre eigenen Lieblinge auf Twitter sind, die Sie selbst gerne empfehlen, oder wer eventuell auch für Sie interessant sein könnte, wenn er von bekannten Personen oft empfohlen wurde.

Viel Spaß beim nächsten FollowFriday und viele neue Follower wünschen

Ihre

@TwittCoaches

4 Kommentare
  1. admin sagt:

    Hallo Herr Damaschke,
    stimmt, darüber haben wir nachgedacht, doch die offizielle Bezeichnung ist in diesem Fall ein Anglizismus. Daher auch hier ;)

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